Im Rahmen meiner medienpädagogischen Forschung interessiere ich mich vor allem für (Subjekt-)Bildungsprozesse in einer Kultur der Digitalität und für deren (historische) Gewordenheiten. Unter den Topoi von Disziplinierung und Optimierung frage ich nach (Subjekt-)Bildung im Digitalen und nach der Konstruktion von Geschlecht als einem zentralen Aspekt davon.

Wie also können und müssen wir (Subjekt-)Bildung in einer datafizierten Gegenwart, die sich ebenfalls im Spannungsfeld von Disziplinierung und Optimierung bewegt, denken?


Kreuzfahrtreisen bildet? im Band On the Beaten Track

Juni 2022

Im Juni erscheint der Band On the Beaten Track bei J.B. Metzler, der dem Zusammenhang von Reisen und Bildung im Zeitalter des Massentourismus nachgeht.

Darin enthalten ist mein Beitrag zur Frage Kreuzfahrtreisen bildet?, in dem ich ausgehend vom Topos ›Reisen bildet‹ herausarbeite, dass es im Kontext des massentouristischen Phänomens der Kreuzfahrtreise durchaus um die ›Bildung‹ von Subjekten geht, allerdings weniger im Sinne transformatorischer Bildung als vielmehr im Sinne einer subjektivationstheoretisch verstandenen Disziplinierung, die ›gesellschaftsadäquate‹ Subjekte hervorzubringen sucht.

Abschließend eröffne ich entlang des Spannungsfeldes von Massentourismus, Optimierung und Datafizierung eine Perspektive auf transformatorische Bildung in Zeiten der Digitalität.


Views on Europe bei De Gruyter

März 2022

Im März erscheint der Band Views on Europe, den ich gemeinsam mit Elke Kleinau herausgebe, bei De Gruyter.

Lange wurd die Geschichte des Reisens fast ausschließlich als eine Geschichte der ›europäischen‹, ›männlichen‹ Mobilität konstruiert und beschrieben, ohne jedoch das Geschlecht und das Weißsein der Reisenden explizit zu thematisieren. Unser Sammelband nimmt dies zum Anlass, den Fokus auf Reisen nach Europa zu richten, die ›Nicht-Europäer_innen‹ die Möglichkeit gaben, einen Blick auf ›Europa‹ zu werfen und sich selbst ein Bild davon zu machen.

Aus postkolonialer und geschlechtergeschichtlicher Sicht stellen die neun Beiträge des Sammelbandes den (Selbst-)Darstellungen ›Europas‹ Perspektiven gegenüber, die sich in einem Spannungsfeld zwischen Übereinstimmung, Widerspruch und Oszillation bewegen.

»Estamos en Cuarentena« im Band Circulaciones, Tránsitos y Traducciones

Oktober 2021

Der Band Ciculaciones, Tránsitos y Traducciones en la Historica de la Educación ist beim argentinischen Verlag UNIPE erschienen. Es handelt sich um eine Sammlung von 15 Beiträgen, die sich mit Blick auf Zirkulation, Transfer und Übersetzung mit der Geschichte der Bildung (in Argentinien) befassen.

In meinem (spanischsprachigen) Beitrag gehe ich dem Transit von Ideen ›des Anderen‹ nach, indem ich mich mit Quarantänemaßnahmen und dem Hygienediskurs in historischen Reiseberichten befasse. Im Fokus steht dabei insbesondere die Verflechtung von (›un/gesundem‹) Körper und Raum, die sich angesichts der COVID19-Pandemie auch in der Gegenwart abzeichnet.


#travelboomerang im Band Mikroformate

Juni 2021

Der Band Mikroformate ist bei kopaed erschienen und enthält meinen Beitrag zum #travelboomerang.

Darunter finden sich auf Instagram boomerangs, die zur Reisedokumentation genutzt werden. Im Beitrag nehme ich den boomerang als spezifisches Mikroformat in den Blick, dessen Form einer (Unter)Ordnung des Inhalts bedarf, die sich im Kontext des Reisens ebenso als (Unter)Ordnung des dargestellten ›Anderen‹ offenbart.


Cover der Dissertation "Doing Journeys" von Lilli Riettiens

Doing Journeys bei transcript

März 2021

Soeben ist meine Dissertation Doing Journeys bei transcript erschienen.

Im Spannungsfeld von Körper und Raum beleuchte ich die geografischen und sozialen Räume, die durch die Bewegung reisender Körper auf textueller Ebene entstehen.


Schreiben Sie mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular, oder folgen Sie mir auf Twitter: @lilliriettiens