Im Rahmen meiner medienpädagogisch-erziehungswissenschaftlichen Forschung interessiere ich mich vor allem für (Subjekt-)Bildungsprozesse in einer Kultur der Digitalität und für deren (historische) Gewordenheiten. Auf der Folie subjektzentrierter Perspektiven blicke ich kritisch auf häufige Vorstellungen von Optimierbarkeit, sei es durch Evidenzbasierung oder jüngst durch digital-algorithmische Daten.

Wie also können und müssen wir (Subjekt-)Bildung in einer datafizierten Gegenwart denken, die sich im Spannungsfeld von Digitalisierung und Digitalität bewegt?


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(Subjekt-)Bildung zwischen algorithmischer Kuratierung und Kapitalismus

Juni 2022

Im Rahmen der Tagung der Initiative Bildung und digitaler Kapitalismus habe ich im Juni kritische Perspektiven auf (Subjekt-)Bildung in der soziotechnischen Interaktion zwischen algorithmischer Kuratierung und Kapitalismus geworfen. Unter dem Topos der ›algorithmischen Wiederentdeckung der Freundlichkeit‹ bin ich kapitalistischen Logiken im Kontext von Self-Tracking nachgegangen – am Beispiel von Menstruations-Apps.


Den zugehörigen Impulsvortrag stelle ich hier gerne zur Verfügung und freue mich über Anregungen zum Weiterdenken. Bald wird er zudem – wie auch alle anderen Impulse – über die Tagungswebsite als Video zur Verfügung stehen. (Bild: In-App-Screenshot)

Power relations, preservation and voice. Writing histories of education with autobiographical materials
Special Issue

Mai 2022

Was 2019 in Porto mit einem von uns organisierten Pre-Conference Workshop bei der 41. International Standing Conference for the History of Education (ISCHE) begann, ist nun frisch erschienen in der Paedagogica Historica: Gemeinsam mit Karen Lillie (MPIfG) und Lisbeth Matzer (LMU) habe ich ein Schwerpunktheft zur methodischen Arbeit mit autobiografischem Material in der (historischen) Erziehungswissenschaft herausgegeben.

Angesichts meiner subjektzentrierten Perspektiven auf die Transformation schulischer Kontexte im Zuge von Digitalisierung erscheint mir die Arbeit mit autobiografischem Material zentral, da sie sich in besonderem Maße zur Datenerhebung zwischen Formalität und Informalität eignet. Hierin sehe ich das Potenzial, ein umfassenderes Bild von Lern- und Bildungsprozessen angesichts der Digitalisierung von Schule bzw. in einer Kultur der Digitalität zu zeichnen.


Kreuzfahrtreisen bildet? im Band On the Beaten Track

Mai 2022

Im Mai ist der Band On the Beaten Track bei J.B. Metzler erschienen, der dem Zusammenhang von Reisen und Bildung im Zeitalter des Massentourismus nachgeht.

Darin enthalten ist mein Beitrag zur Frage Kreuzfahrtreisen bildet?, in dem ich ausgehend vom Topos ›Reisen bildet‹ herausarbeite, dass es im Kontext des massentouristischen Phänomens der Kreuzfahrtreise durchaus um die ›Bildung‹ von Subjekten geht, allerdings weniger im Sinne transformatorischer Bildung als vielmehr im Sinne einer subjektivationstheoretisch verstandenen Disziplinierung, die ›gesellschaftsadäquate‹ Subjekte hervorzubringen sucht.

Abschließend eröffne ich entlang des Spannungsfeldes von Massentourismus, Optimierung und Datafizierung eine Perspektive auf transformatorische Bildung in Zeiten der Digitalität.


Views on Europe bei De Gruyter

April 2022

Im April ist der Band Views on Europe, den ich gemeinsam mit Elke Kleinau herausgebe, bei De Gruyter erschienen.

Lange wurd die Geschichte des Reisens fast ausschließlich als eine Geschichte der ›europäischen‹, ›männlichen‹ Mobilität konstruiert und beschrieben, ohne jedoch das Geschlecht und das Weißsein der Reisenden explizit zu thematisieren. Unser Sammelband nimmt dies zum Anlass, den Fokus auf Reisen nach Europa zu richten, die ›Nicht-Europäer_innen‹ die Möglichkeit gaben, einen Blick auf ›Europa‹ zu werfen und sich selbst ein Bild davon zu machen.

Aus postkolonialer und geschlechtergeschichtlicher Sicht stellen die neun Beiträge des Sammelbandes den (Selbst-)Darstellungen ›Europas‹ Perspektiven gegenüber, die sich in einem Spannungsfeld zwischen Übereinstimmung, Widerspruch und Oszillation bewegen.

»Estamos en Cuarentena« im Band Circulaciones, Tránsitos y Traducciones

Oktober 2021

Der Band Ciculaciones, Tránsitos y Traducciones en la Historica de la Educación ist beim argentinischen Verlag UNIPE erschienen. Es handelt sich um eine Sammlung von 15 Beiträgen, die sich mit Blick auf Zirkulation, Transfer und Übersetzung mit der Geschichte der Bildung (in Argentinien) befassen.

In meinem (spanischsprachigen) Beitrag gehe ich dem Transit von Ideen ›des Anderen‹ nach, indem ich mich mit Quarantänemaßnahmen und dem Hygienediskurs in historischen Reiseberichten befasse. Im Fokus steht dabei insbesondere die Verflechtung von (›un/gesundem‹) Körper und Raum, die sich angesichts der COVID19-Pandemie auch in der Gegenwart abzeichnet.


#travelboomerang im Band Mikroformate

Juni 2021

Der Band Mikroformate ist bei kopaed erschienen und enthält meinen Beitrag zum #travelboomerang.

Darunter finden sich auf Instagram boomerangs, die zur Reisedokumentation genutzt werden. Im Beitrag nehme ich den boomerang als spezifisches Mikroformat in den Blick, dessen Form einer (Unter)Ordnung des Inhalts bedarf, die sich im Kontext des Reisens ebenso als (Unter)Ordnung des dargestellten ›Anderen‹ offenbart.


Cover der Dissertation "Doing Journeys" von Lilli Riettiens

Doing Journeys bei transcript

März 2021

Soeben ist meine Dissertation Doing Journeys bei transcript erschienen.

Im Spannungsfeld von Körper und Raum beleuchte ich die geografischen und sozialen Räume, die durch die Bewegung reisender Körper auf textueller Ebene entstehen.


Schreiben Sie mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular, oder folgen Sie mir auf Twitter: @lilliriettiens