English version below
Posts unter dem Hashtag #TeachOut haben Janne Stricker und mich zu der Frage geführt, wie wir Queerness und pädagogische Professionalität bzw.
Professionalisierung von Lehrkräften in der digitalen Gegenwart denken können.
Denn an den Posts zeigt sich erstens unter diesen queeren Lehrkräften der Bedarf, sich zu vernetzen und sich in und mit jener Vernetzung sichtbar zu machen. Zweitens verweist dies wiederum auf eine Leerstelle im Rahmen
der Lehrkräfteprofessionalisierung, die sich gegenwärtig einerseits kaum mit der Queerness von Lehrkräften auseinandersetzt, während andererseits Potenziale durch Gemeinschaftlichkeit, die einer Kultur der Digitalität als eine von drei besonders charakteristischen Formen konstitutiv eingeschriebenen ist (Stalder 2016), bislang kaum ausgeschöpft werden.
Hier setzt unser Beitrag [Un]Sichtbare Queer[nes]s an und führt von Überlegungen zum »heteronormative[n] Ort[]« Schule (Kleiner 2015: 40) über die Skizzierung des Potenzials einer Online-Offline-Verschränkung hin zu unserem Plädoyer in Anschluss an Donna Haraway, »Verantwortlichkeit für die Praktiken [und Positionen entwickeln], die uns Macht verleihen« (Haraway 2020: 398).
In der digitalen Gegenwart spielen hierfür unserer Ansicht nach online Vergemeinschaftungspraktiken eine zentrale Rolle, indem sie zum einen deutlich machen, dass hier insbesondere seitens der bislang verkörperten, markierten und marginalisierten Subjekte ein Bedarf besteht. Zum anderen werden online Praktiken zum Ausgangspunkt, jene Standpunkte und Situiertheiten zu finden, auszutesten und Verantwortlichkeiten in Resonanz mit Anderen zu entwickeln.
The posts under the hashtag #TeachOut led Janne Stricker and me to the question of how to think about Queerness and Pedagogical Professionality or professionalisation of teachers in the digital present.
For, first of all, the posts show the need among these queer teachers to network and to make themselves visible in and through that networking. Secondly, this in turn points to a gap in teacher professionalisation, which currently has little to say about the queerness of teachers, while at the same time the Potential of Communality – which is one of the three most distinctive forms of digital culture (Stalder 2016) – has been largely untapped.
This is where our contribution [Un]Sichtbare Queer[nes]s comes in, leading from reflections on the »heteronormative place[]« school (Kleiner 2015: 40) to an outline of the potential of online-offline interweaving and finally to our plea, following Donna Haraway, for taking over »responsibility for the practices [and positions] that give us power« (Haraway 2020: 398).
In our view, online practices of communality in the digital present play a central role in this process, on the one hand by making it clear that there is a need for it – especially on the part of previously embodied, marked and marginalised subjects. On the other hand, online practices become a starting point for finding and testing these standpoints, and for developing responsibilities in resonance with others.
