[text] Format research. On the epistemic effects of changing forms and formats in education research

English version below

Im Januar 2025 ist Jona T. Garz’ und mein Artikel im Journal Learning, Media and Technology als Teil der Special Issue Transforming methodologies: reconsidering the tools and logics of educational research in the digital era erschienen.

Darin reagieren wir auf das derzeit häufige Narrativ, dass das Digitale eine grundlegend neue Welt hervorbringe. Aber was genau hat sich eigentlich [nicht] verändert? Aus Perspektive der Historischen Bildungsforschung und der Wissensgeschichte untersuchen wir, wie Wissen jeweils erzeugt und stabilisiert wird – und das anhand dreier relevanter Bereiche der Erziehungswissenschaft:

  1. Doing Research
  2. Forschung über Lernen
  3. Publizieren

Hierfür schlagen wir das Konzept der kleinen Formen und Formate als Heuristik vor. Sie leitet unsere Suche in einem komplexen Feld mit vielen Unbekannten und wird zum produktiven Ausgangspunkt für epistemologische Fragen zu den möglichen Veränderungen, die die Digitalisierung (oder eher: Elektrifizierung) in der Gegenwart mit sich bringt. Die Heuristik der kleinen Formen und Formate ermöglicht einen differenzierten Blick auf die durchaus stabilen epistemischen Praktiken, die die Forschung in und über die digitale Gegenwart leiten.

Hier geht’s zum open access-Text.


In January 2025, Jona T. Garz’s and my article was published in the journal Learning, Media and Technology as part of the special issue Transforming methodologies: reconsidering the tools and logics of educational research in the digital era.

In it we respond to the currently dominant narrative of the digital producing a fundamentally new world. But what has genuinely changed and is new? From the perspective of the History of Education and the History of Knowledge, we examine how knowledge is produced as stable in three relevant domains in education research:

  1. Doing Research
  2. Research on Learning
  3. Publishing

For this purpose we propose the concept of small forms and formats as heuristics. It guides our search in a complex field with many unknowns and gives us a productive starting point for posing epistemological questions about the possible changes brought about by digitisation (or rather: electrification) in the present. The heuristics of small forms and formats allows us to delve more deeply and maybe more intricately into the robust epistemic practices guiding research in and on the digital present.

This way to the text (open access).

[projekt] ArtiFEM. Artificial Intelligence | Feminism | Education | Media

English version below

Entwicklungen im Bereich Artificial Intelligence (AI) und deren Folgen beschäftigen derzeit ein interdisziplinäres Forschungsfeld. Es wird diskutiert, dass durch die Nutzung bestimmter Datensätze zum Trainieren selbstlernender Systeme diskriminierende Strukturen aus Vergangenheit und Gegenwart automatisiert reproduziert werden und damit Zukunft formen.

Im Projekt ArtiFEM setze ich mich gemeinsam mit meinen Kolleginnen Nina Grünberger (TU Darmstadt) und Julia Koller (JGU Mainz) kritisch mit der Perpetuierung von Diskriminierung und Ungleichheit durch AI-Anwendungen auseinander und fragen nach den Implikationen im Hinblick auf Bildungsungleichheiten und gesellschaftliche Ungleichheitsverhältnisse und damit für Bildung.

Unser Ziel ist der Aufbau eines Netzwerkes zur Erschließung dieses innovativen Forschungsfeldes an der Schnittstelle von AI, Bildung und Feminismus. Dabei haben wir ein breites Verständnis von Feminismus – einschließlich queer-feministischer und postkolonialer Perspektiven.

Workshops und gemeinsame Publikationen, in deren Zentrum kollaborative Auseinandersetzungen mit einschlägiger Literatur zu AI im Bildungskontext einerseits und aus dem Bereich feministischer Theorien andererseits stehen, bilden die Basis für das mittelfristige Ziel eines umfassenden Langantrages. So soll im RMU-Verbund eine feministische Lesart von AI-Entwicklungen im Bildungsbereich etabliert werden.


Developments in the field of artificial intelligence (AI) and their consequences are currently occupying an interdisciplinary field of research. It is discussed that by using certain data sets to train self-learning systems, discriminative structures from the past and present are automatically reproduced and thus shape the future.

In the ArtiFEM project, together with my colleagues Nina Grünberger (TU Darmstadt) and Julia Koller (JGU Mainz), I critically analyse the perpetuation of discrimination and inequality through AI applications and ask about the implications for educational and social inequalities and thus for education.

Our aim is to create a network to develop this innovative area of research at the intersection of AI, education and feminism. We have a broad understanding of feminism – including queer-feminist and postcolonial perspectives.

Workshops and joint publications, focusing on collaborative discussions of relevant literature on AI in educational contexts on the one hand, and from the field of feminist theories on the other, form the basis for the medium-term goal of a comprehensive long-term application. The aim is to establish a feminist reading of AI developments in education within the RMU network.


Funded by RMU-Initiativfonds Forschung

Laufzeit/Duration of the project: 01.10.2024-30.09.2026

[text] Bildungstheoretische Potenziale im Kontext schülerischer Subjektivation unter Bedingungen von Digitalität

Der Sammelband Bildung und Digitalität. Verhältnisbestimmungen und (Re)Perspektivierungen, herausgegeben von Marlene Pieper und Till Neuhaus, ist erschienen und mit ihm ein Beitrag von mir.

Auf Basis exemplarischer Interviewauszüge mit Schüler_innen der Sekundarstufe I rekonstruiere ich zunächst, wie diese auf Adressierungen seitens der Lehrpersonen reagieren, vermeintlich bereits medienkompetent zu sein. Während einige berichten, regelrecht stolz zu sein, verweigern sich andere und reagieren widerständig.

Hier setze ich mit anerkennungs- und bildungstheoretischen Überlegungen an und verfolge die These, dass Schüler_innen in (mindestens) zweierlei Hinsicht in Schule gebildet werden, wobei eine Unterscheidung von Digitalisierung und Digitalität zentral ist. Abschließend diskutiere ich das Potenzial, Bildung als Entfremdung eines jeweiligen ontologischen Horizontes zu vestehen.

Die zugrundeliegenden leitfadengestützten Interviews entstanden im Rahmen des BMBF-geförderten Projektes Ganztag digital. Digitale Medien und Medienbildung in der sozialen Welt der Ganztagsschule. Ich danke nochmals allen Beteiligten ausdrücklich für die kollegiale Zusammenarbeit und dafür, dass ich das Interviewmaterial für den vorliegenden Artikel nutzen durfte – allen voran Kai-Uwe Hugger und Angela Tillmann.

[workshop] PERIOD. Transdisziplinäre Perspektiven auf Menstruation

10./11. Oktober 2024

Gemeinsam organisieren Lisa Anders, Lisa Henke und ich den Workshop PERIOD. Transdisziplinäre Perspektiven auf Menstruation an der JGU Mainz.

Für weitere Informationen und zum Programm bitte hier entlang.

Zum PERIOD.Zine geht’s hier entlang.


Wir bedanken uns für die finanzielle Unterstützung durch das Georg Forster Forum sowie das Institut für Erziehungswissenschaft der JGU Mainz.

[seminar series] Erziehungswissenschaft und Postkolonialismus

Im Sommer 2024 organisiere ich die Vorlesungsreihe ›Aktuelle Debatten in der Erziehungswissenschaft‹. Als nach wie vor ›aktuelle Debatte‹ – nicht nur in der Erziehungswissenschaft – erweisen sich Kritiken und Fragen, die insbesondere durch Postkoloniale Theorien angestoßen wurden und werden. Entsprechend widmet sich die Ringvorlesung im Sommer 2024 dem übergeordneten Semesterthema ›Erziehungswissenschaft und Postkolonialismus‹. 

Dabei geht es einerseits um Debatten, die außerhalb der Erziehungswissenschaft geführt werden, die in der Öffentlichkeit und in den Medien sowie in pädagogischen Handlungsfeldern zentral sind. Andererseits geht es um die damit verbundenen Diskurse innerhalb des Faches

Neben regulären Vorlesungssitzungen zur inhaltlich-theoretischen Grundlegung setzt sich die Vorlesungsreihe aus Gastvorträgen durch Mitglieder unseres Institutes für Erziehungswissenschaft der JGU Mainz sowie durch externe Wissenschaftler_innen zusammen. Diese gehören teils anderen wissenschaftlichen Disziplinen wie beispielsweise der Geschichtswissenschaft an, um das Semesterthema auch interdisziplinär zu beleuchten und zur kritischen Reflexion anzuregen.

[text] »Medienbildungsrelevante Kompetenzen bei Lehrkräften in der Kritik«

Der Tagungsband Pädagogische Institutionen des Jugendalters in der Krise, herausgegeben von Karin Bock et al., ist erschienen und mit ihm der Beitrag von Kai-Uwe Hugger, Angela Tillmann und mir.

Im Beitrag rekonstruieren wir anhand der Befunde einer empirisch-qualitativen Studie mit Schüler_innen (Sek. I), wie diese den digitalen Wandel an Schulen wahrnehmen und sich dazu positionieren. Dabei fokussieren wir insbesondere die Wahrnehmung der Schüler_innen zu den [veränderten] medienbildungsrelevanten Kompetenzen von Lehrkräften und dem wahrgenommenen Wandel von Kompetenzverhältnissen.

Hugger, Kai-Uwe/Tillmann, Angela/Riettiens, Lilli (2024): Medienbildungsrelevante Kompetenzen bei Lehrkräften in der Kritik. Wie Schüler:innen den krisenhaften digitalen Wandel an Schulen erleben, in: Karin Bock et al. (Hrsg.): Pädagogische Institutionen des Jugendalters in der Krise, Wiesbaden: Springer VS, 227-247.
DOI: 10.1007/978-3-658-43602-5_11

[text] Digitalität im ›Handbuch Optimierung‹

Das interdisziplinäre Handbuch Optimierung, herausgegeben von Markus Dederich und Jörg Zirfas, ist erschienen und mit ihm ein Handbuchartikel von Sandra Hofhues und mir zur Digitalität.

Darin beleuchten wir Optimierungslogiken in der Digitalität, die sich in sozialen bzw. kulturellen Ausdrucksformen der Gegenwartsgesellschaft abzeichnen. Im Beitrag machen wir dies an algorithmischen Präfigurationen fest und verfolgen damit das Ziel, Digitalität und Optimierung in ihrer wechselseitigen Verwobenheit zu skizzieren – beispielhaft am formalen Bildungskontext Schule. Dort vermischen sich Vorstellungen vom Lernen mit bildungspolitischen Erwägungen in Richtung der Steuerbarkeit von Bildung durch Daten, die sich in der Digitalität wiederum in Form soziotechnischer Systeme materialisiert.

Damit verbunden sind aus unserer Sicht außerdem Überlegungen zu unserem Doing Research und der Konstitution des Systems Wissenschaft.

Hofhues, Sandra/Riettiens, Lilli (2024): Digitalität, in: Markus Dederich/Jörg Zirfas (Hrsg.): Optimierung. Ein interdisziplinäres Handbuch, Stuttgart: Metzler, 317-321.
DOI: 10.1007/978-3-662-67307-2_45

[projekt] Transatlantische Zirkulation von pädagogischem Wissen

im Kontext von Körper, Erziehung und Nation

English version below

Im Januar 2024 ist das Anforschungsprojekt DaRiA. Diems auf Reisen in Argentinien. Zur transatlantischen Zirkulation pädagogischen Wissens in der Mitte des 20. Jahrhunderts angelaufen.

Gefördert von der Internen Forschungsförderung der JGU Mainz untersuchen Eduardo Galak, Daniela Mansi (beide Universidad Nacional de La Plata, Argentinien), Niklas Karges (JGU Mainz) und ich, inwiefern sich die Reise von Carl und Liselott Diem 1961 nach Argentinien und die mit ihr verbundenen Vor- und Nachwirkungen als Zirkulation von pädagogischem Wissen im Kontext von Körper, Erziehung und Nation begreifen lassen.

Der frühere Olympia-Teilnehmer und Funktionär Carl Diem, der eine zentrale Rolle beim Aufbau und der späteren Organisation des Nationalsozialistischen Reichsbundes für Leibeserziehung gespielt hatte, bekleidete auch nach Kriegsende noch hohe sportliche Ämter (Becker 2022; Bernett, Teichler, und Bahro 2008; Bernett 1983). So führte ihn unter anderem seine Funktion als Werberedner der Deutschen Olympischen Gesellschaft gemeinsam mit seiner Frau, der Sportpädagogin Liselott Diem, 1961 nach Argentinien (Buschmann und Lennartz 1997). Auf Einladung der argentinischen Behörden sollten sie die argentinische Sportverwaltung in einer Zeit dortiger politischer Instabilität und zunehmender Debatten um eine ›argentinische Identität‹ bezüglich der Implementation der nationalen ›Leibeserziehung‹ in Schulen beraten. Daneben hielten sie Vorträge und zeigten Lehrfilme vor einem Publikum, das hauptsächlich aus sportpädagogischen Fachkräften und Sportstudierenden bestand.

Weiterführendes zum Projekt findet sich hier.


English version

In January 2024, the research project Diems’ Journeys to Argentina. On the transatlantic circulation of pedagogical knowledge in the middle of the 20th century started.

Funded by JGU Mainz’s internal research funding programme, Eduardo Galak, Daniela Mansi (both Universidad Nacional de La Plata, Argentina), Niklas Karges (JGU Mainz) and I are investigating the extent to which Carl and Liselott Diem’s 1961 trip to Argentina and its associated before and after effects can be understood as a circulation of pedagogical knowledge in the context of body, education and nation.

The former Olympic participant and functionary Carl Diem, who had played a central role in the establishment and later organisation of the National Socialist Reichsbund for Leibeserziehung, continued to hold high sporting offices after the end of the war (Becker 2022; Bernett, Teichler, and Bahro 2008; Bernett 1983). Among other things, his role as a publicity spokesperson for the German Olympic Association took him to Argentina in 1961 together with his wife, sports educator Liselott Diem (Buschmann and Lennartz 1997). At the invitation of the Argentinian authorities, they were to advise the Argentinian sports administration on the implementation of national ›physical education‹ [Leibeserziehung] in schools at a time of political instability there and increasing debates about an ›Argentinian identity‹. They also gave lectures and showed educational films to an audience consisting mainly of physical educationalists and sports students.

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[talk] Das Virtuelle [in] der Bildung | SFB1567

Ruhr-Universität Bochum | 09./10. November 2023

Recht kurzfristig wurde ich eingeladen, im Rahmen des Workshops ›Virtuelles Erzählen‹ des Teilbereichs B ›Wissen‹ des SFB1567 ›Virtuelle Lebenswelten‹ an der Ruhr-Universität Bochum einen Vortrag zu halten. Hier finden Sie meinen – in seiner Form etwas angepassten – Vortrag über Virtualität [in] der Bildung.

Darin adressiere ich anhand zweier Problematisierungen zunächst eine vermeintlich ontologische Differenz von Virtualität und Wirklichkeit. In Anlehnung an Sybille Krämers überraschend simple und doch treffende Feststellung, dass »[w]enn ein Begriff zur Leerformel zu erstarren droht, […] ein wortgeschichtlicher Rückblick [lohnt]« (Krämer 2022, 10), unternehme ich anschließend den Versuch, dem potenziellen Verkommen der Virtualität zur Leerformel entgegenzutreten, indem ich etymologisch zurückblicke. Über jenen Rückblick gelange ich zur Annahme, dass es sich bei Virtualität um einen Möglichkeitsraum handeln könnte. Indem ›möglich‹ das ist, »was (noch nicht) wirklich geworden ist« (Mosayebi 2023: o. S.), schwindet jene vermeintliche ontologische Differenz zwischen Virtualität und Wirklichkeit (im Gegensatz zum Verhältnis von Wirklichkeit und Fiktionalität), besteht letztere doch »nur aus realisierten Möglichkeiten und ist daher nichts grundsätzlich anderes als die momentan noch unrealisierten Möglichkeiten« (Welsch 2018: 200).
Und diese Annahme ist es, die die Grundlage meiner den Vortrag abschließenden Überlegungen zur Virtualität [in] der Bildung darstellt:

Mit Mollenhauer lässt sich ein »prinzipiell riskante[r] Vorgriff auf Künftiges« (Mollenhauer 1981, 68) als Konstitutivum eines jeden Bildungsprozesses und einer jeden pädagogischen Handlung ausmachen. Wenn Virtualität unter anderem als Möglichkeitsraum verstanden wird, der sich in der Gegenwart aufspannt, um das zu beschreiben, was noch nicht wirklich geworden ist, dann gelangt eine der Bildung und Erziehung innewohnende Virtualität an die Oberfläche, die sich grundlegend von einer Fiktionalitätunterscheidet, denn: Für die Zukunfts-Antizipationen in Erziehung und Bildung geht es nicht darum, ob das Dargestellte oder Imaginierte ›tatsächlich der Fall‹ wird – es geht nicht um das Prüfen eines ontologischen Status erzählter oder imaginierter Sachverhalte, also um »eine Unterscheidung im Insgesamt des Seienden« (Welsch 2018, 202). Vielmehr geht es darum zu erkennen, dass die Frage nach dem ›Wohin‹ und der Vorgriff auf ein mögliches Künftiges konstitutiv für jeden Erziehungs- und Bildungsprozess sind. Damit wohnt jeder gegenwärtigen ›[Erziehungs-]Wirklichkeit‹ immer schon etwas Virtuelles inne und vice versa.

Literatur
Krämer, Sybille. 2022. Kulturgeschichte der Digitalisierung. Aus Politik und Zeitgeschichte 72 (10–11): 10–17.
Mollenhauer, Klaus. 1981. Die Zeit in Erziehungs- und Bildungsprozessen. Annäherungen an eine bildungstheoretische Fragestellung. Die deutsche Schule 73: 68–78.
Mosayebi, Elli. 2023. Thesaurus ›Virtualität‹. online.
Welsch, Wolfgang. 2018. ›Wirklich‹. Bedeutungsvarianten – Modelle – Wirklichkeit und Virtualität“. In Medien – Computer – Realität: Wirklichkeitsvorstellungen und Neue Medien, herausgegeben von Sybille Krämer, 5. Aufl., 169–212. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

[tagung] »what’s the story, Internet?«

30.11.-02.12.2023 | Universität zu Köln

Gemeinsam organisieren Michaela Kramer, Peter Moormann, Konstanze Schütze, Christina Vollmert und ich eine transdisziplinäre und internationale Tagung zu Narrationen und Storytelling unter den Bedingungen der  (Post-)Digitalität und Intermedialität an der Universität zu Köln.

Erzählungen und Geschichten sind und waren gesellschafts- und kulturübergreifend von Bedeutung für die Menschheit und lassen sich als grundlegende Form der Welterzeugung und Aneignung begreifen. Dabei sind Medien und das Erzählen von Geschichte(n) eng miteinander verwoben – nicht nur, weil Menschen in, über und durch Medien Geschichte(n) erzählen, sondern ebenso, weil Medien das zeit- und raumübergreifende/-überdauernde Erzählen ermöglichen und gleichsam formen.

Vor diesem Hintergrund gerät in den Blick, dass die Arten und Weisen, wie jene Geschichten erzählt werden und mit welchem Ziel/zu welchem Zweck sie erzählt werden, historisch unterschiedlichen Konventionen folgen. Dies gilt es auch methodologisch-methodisch zu reflektieren. Unsere zentralen Fragen lauten:

  • Welche stories/Geschichten erzählen Menschen in, über und durch Medien?
  • Wie schreiben stories/Geschichte(n) und bedingen Gegenwart(en)?
  • (Inwieweit) Werden Geschichten/wird Geschichte in der digitalen Gegenwart verändert hervorgebracht und welche Kontinuitäten zeigen sich?

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